Unsere Neuigkeiten

April 2019

Elternabend in und mit einer besonderen Atmosphäre

 

Faszination Klangschale - Entspannung pur

 

Am 02. April fand unser regelmäßiger Elternabend für Pflegeltern in einer ganz besonderen Umgebung statt. Frau Caroline Kather – selbst Pflegemutter – hatte uns zu sich nach Hause eingeladen. Frau Kather gründete 2012 ihre REIKI Lichtpraxis in Kreuztal-Kredenbach und bietet seitdem REIKI als auch Klangschalenmassage Behandlungen an. 


Nach kurzen, wissenswerten Infos über den Ursprung und die eigentliche Verwendung von Klangschalen konnten die Pflegeeltern bei einem Klangbad bzw. einer Klangmeditation den Klangschalen lauschen und in die innere Stille gehen sowie in der XL Fußklangschale die Schwingungen der Schale am ganzen Körper spüren. Und wer wollte, konnte anschließend selbst aktiv werden und unter Anleitung jemand anderen mit einer Klangschale eine Klangmassage geben.


Bis in die späten Abendstunden genossen alle Teilnehmer in einem wunderschönen Ambiente die klangvollen Erfahrungen, die Stille und nicht zuletzt die außergewöhnliche Entspannung.

An dieser Stelle ein großes und liebevolles Dankeschön an unsere Gastgeberin Frau Kather. Es war ein phantastischer Entspannungsabend. Diejenigen, die ebenfalls diesen einzigartigen Entspannungsgenuss erleben und sich auch selbst "klangvoll ausprobieren" möchten, finden alle wichtigen Informationen auf der Homepage "Reiki Lichtpraxis" von Frau Caroline Kather.

März 2019

"Fortbildungsveranstaltung für Pflegeeltern"

 

Doppelte Pubertät bei Pflegekindern

 

Am 29. März fand in der Aula des Kulturhauses Lÿz die ganztägige Fortbildungsveranstaltung der Pflegekinderhilfe des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Universitätsstadt Siegen zum Thema "Doppelte Pubertät bei Pflegekindern" statt. Mehr als 50 Pflegeeltern und eine Vielzahl an Fachkräften waren gekommen, um den Experten auf diesem Gebiet – Herrn Dr. Krüger – zu hören. Herr Dr. Krüger ist Erziehungswissenschaftler, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Traumatherapeut, Referent des LWL mit dem Schwerpunkt "Vorbereitung, Auswahl und Beratung/Begleitung von Pflegefamilien" und zugleich Autor des Buches "Pubertät bei Pflegekindern".


Mit großem Engagement und einer guten Portion Humor bot Herr Dr. Krüger den Teilnehmern eine ausgewogene Kombination aus theoretischem Fachwissen und Praxisbezug und beschrieb die Spezifika von Pflegekindern und Pubertät anschaulich und fachlich fundiert.

Pflegekinder sind Kinder mit zwei Familien und beschäftigen sich vor allem während der Pubertät mit ihrer Biografie und Identität. Das Pflegekind ist innerlich hin- und hergerissen zwischen der Verbindung zu den eigenen Eltern und der Beziehung zu den Pflegeeltern. Dieser innere Konflikt erschwert in der Pubertät eine Loslösung. In der Pubertät muss aber das Pflegekind die durch die Erziehung vermittelten jeweiligen Identitäten der Herkunfts- und Pflegeeltern ablegen und eine eigene, dem Kind und späteren Erwachsenen gemäße Identität entwickeln. Hierfür müssen Pubertierende erst einmal dagegen sein und "dürfen" nicht mehr die Werte und Normen der jeweiligen Eltern akzeptieren, denn ansonsten könnten sie nicht beginnen, eine eigene Identität zu entwickeln. Der gesamte Pubertätsprozess, indem sich eine eigene Autonomie des Pflegekindes entwickeln wird, dauert im Mittel zwischen 5 – 8 Jahren. 


Herr Dr. Krüger gab in seinem Beitrag u.a. Antworten auf die Fragen, wie es Pflegeeltern schaffen können, die veränderten Verhaltensweisen ihrer Pflegekinder als nicht gegen sich gerichtet zu erleben. Oder welche Ressourcen Pflegeeltern mobilisieren und was sie tun können, damit sie in dieser Phase des Umbruchs ihr Pflegekind weiterhin unterstützen können, auch wenn es oftmals ein kaum aushaltbares Verhalten zeigt.

 

Für alle, die sich noch einmal intensiv mit den Inhalten auseinandersetzen möchten, finden unter diesem Link die Homepage und den Vortrag von Herrn Dr. Krüger.

 

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Herrn Dr. Krüger für den ausgezeichneten, informativen, anschaulichen und nicht zuletzt humorvollen Vortrag bedanken.


Februar 2019

"Ein sicherer Ort für Pflegekinder"

Erfolgreiches Wochenend-Praxisseminar mit und für Pflegefamilien

 

Unter der Thematik Biographie und Traumapädagogische Methoden haben wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Diakonie in Südwestfalen unsere Pflegefamilien zu einem Wochenend-Praxisseminar vom 23. bis zum 24. Februar in die CVJM Tagungsstätte in Wilgersdorf eingeladen.  


Pflegekinder, die durch ihre Herkunftsfamilie oftmals psychisch und auch physisch tief verletzt worden sind, verarbeiten ihre traumatischen Erlebnisse in der Regel in den Pflegefamilien. Viele Verhaltensweisen der Kinder, die in der Herkunftsfamilie noch notwendig waren, um das eigene Überleben zu sichern, werden mit in die Pflegefamilie übernommen, obwohl hier ein sicherer Ort wäre, bestimmte Verhaltensweisen und Bewältigungsstrategien abzulegen. Bis Pflegekinder die Pflegefamilie jedoch als sicheren Ort empfinden, benötigen sie vonseiten ihrer Pflegefamilie viel Verständnis, Geduld, Vertrauen, Liebe und auch Zeit. 

Um den Pflegeeltern für den Alltag mit den Kindern ein entsprechendes Know-How und ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der Pflegekinder an die Hand zu geben, hatten wir als Referentin und Expertin für dieses Thema Frau Kuhlmann aus Düren eingeladen. Frau Kuhlmann ist Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Traumapädagogin und Traumafachberaterin. Nach einem leckeren gemeinsamen Mittagessen startete Frau Kuhlmann mit ihrem Vortrag.


Zu Beginn führte Frau Kuhlmann kurz in die Grundlagen der Traumapädagogik ein. Das Konzept des "guten Grundes" nimmt dabei eine grundlegende Haltung ein. Im weiteren Verlauf des Seminars lag ein Schwerpunkt darauf, gemeinsam mit den Pflegeeltern Strategien zu entwickeln, um bestimmte bisher notwendige Verhaltensweisen der Pflegekinder so positiv umzuwandeln, dass die Pflegekinder für ihre Bedürfnisse einen sicheren Ort finden können, an dem sie sich ganz normal und entspannt weiter entwickeln können. In Kleingruppenarbeit hatten die Pflegeeltern anschließend die Möglichkeit, verschiedene Strategien auszuprobieren und kennenzulernen. Unter anderem die "Wuttreppe", das "Monster mit dem inneren Herzenskind", den "Notfallkoffer" oder auch den "Übergabestab".

Während die Pflegeeltern gemeinsam mit Frau Kuhlmann theoretische und praktische Methoden der traumasensiblen Biographiearbeit erarbeiteten, stand für die Pflegekinder ein buntes und vielfältiges Veranstaltungsprogramm auf dem Plan. Unter der Leitung von Herrn Hollenbeck von den Tischlerkids wurde der Übergabestab aus Holz in einem Tischlerworkshop von den Pflegekindern gestaltet.

 

Darüber hinaus waren die Pflegekinder an diesem sonnigen Tag von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestens betreut und verlebten einen fröhlichen und unbeschwerten Nachmittag, u.a. mit Fußball- und Tischtennisspielen, Kickern, Eierlaufen, Austoben auf dem Kinderspielplatz und Malen.


Nach dem wohlverdienten Abendessen saßen Fachkräfte und Pflegeeltern dann noch lange in einer gemütlichen Runde zusammen und konnten die Erkenntnisse und Ideen des Seminartages in einer lockeren Runde vertiefen, während für die Kinder abermals ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde.

 

Mit einem reichhaltigen Frühstück und einer Abschlussrunde am Sonntag endete das Wochenende, welches von allen Beteiligten als sehr positiv empfunden wurde. Insbesondere der Vortrag selbst sowie die gute Atmosphäre als auch der Austausch untereinander wurden von den Teilnehmern besonders hervorgehoben.

 

Wir danken den Pflegeeltern für die hervorragende Mitarbeit, Frau Kuhlmann für den tollen und informativen Vortrag und die hilfreichen Übungen und Erklärungen und allen, die bei der Betreuung der Pflegekinder unterstützt haben.

Januar 2019

Wir suchen ein Zuhause für Pflegekinder

 

Wir suchen Pflegeeltern für Kinder, die sich aus unterschiedlichsten Gründen in einer Not- und Krisensituation befinden und für einen begrenzten Zeitraum oder dauerhaft ein neues Zuhause in einer Familie benötigen, weil sie nicht von ihren Eltern betreut und erzogen werden können.

Wir suchen Familien, Paare, Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende mit oder ohne Kinder sowie "lebenserfahrene" Menschen, deren eigene Kinder langsam aus dem Haus gehen bzw. das Haus bereits verlassen haben und die das Interesse, die Freude und die Bereitschaft mitbringen

  • ein Pflegekind auf Dauer bei sich aufzunehmen und das Kind auf seinem weiteren Lebensweg zu begleiten und ihm Zuwendung, Sicherheit, Geborgenheit und ein familiäres Zuhause zu geben,
  • einem Pflegekind für einen begrenzten Zeitraum einen geschützten Lebensraum zu bieten (Familiäre Bereitschaftsbetreuung).

Wir als Familiennetzwerk Siegen|Pflegekinderdienst verfügen über eine langjährige Erfahrung im Pflegekinderwesen.

Wir bieten Ihnen eine qualifizierte, ausführliche Informations- und Vorbereitungsphase vor der Aufnahme eines Kindes sowie eine intensive Begleitung, Fachberatung und Betreuung während und nach der Aufnahme des Pflegekindes. 

 

Dies beinhaltet eine kontinuierliche Unterstützung während der gesamten Dauer des Pflegeverhältnisses. Darüber hinaus bieten wir regelmäßige Elterngruppen und Themenabende für Pflegeeltern und zukünftige Pflegeeltern an, die der Information sowie dem Kontakt und dem Austausch der Pflegefamilien dienen.

 

Weitere Informationen für interessierte Pflegeelternbewerber sowie über unsere Leistungen und über uns selbst erhalten Sie hier auf unseren Internetseiten.

Haben wir Sie neugierig gemacht und Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme und Ihren Besuch bei unserem nächsten InformationsabendWenn Sie bis zum nächsten Informationsabend nicht warten wollen - kein Problem. Dann rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail und wir vereinbaren mit Ihnen ein persönliches Kennenlern- und Informationsgespräch.


Dezember 2018

Fröhliche Weihnachten

 

"Wenn uns bewusst wird, dass die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das Kostbarste ist, was wir schenken können, haben wir den Sinn der Weihnacht verstanden." (Roswitha Bloch, deutsche Lyrikerin)

Mit diesem kleinen Weihnachtsgruß verbinden wir unsere Dankbarkeit für die herzliche und offene Zusammenarbeit und das große Vertrauen, welches Sie uns entgegenbringen. Vielen Dank für alles, was wir bisher gemeinsam geschafft haben. Ohne Ihre Unterstützung, Ihre Geduld und Ihr Engagement wäre dies nicht möglich gewesen. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine märchenhafte Weihnachtszeit und ein fantastisches neues Jahr. 

 

Ihr Familiennetzwerk Siegen


Oktober 2018

Freizeitveranstaltung für Pflegekinder und Jugendliche

 

Wie beim Italiener - nur selbstgemacht

 

Am Freitag den 05. Oktober hatte die Diakonie Südwestfalen und das Familiennetzwerk Siegen zum Pizzabacken eingeladen. Zahlreiche Kinder haben das Gemüse gewaschen und geschnibbelt und die Zutaten selbst zusammengestellt. 


Nachdem der Pizzateig belegt war, wurden die Pizzen im Ofen gebacken. Bei einem ausgelassenen und fröhlichen Miteinander entstanden Pizzen wie beim Italiener, die alle ruckzuck genüsslich verspeist wurden.

September 2018

Unser diesjähriges Sommerfest

 

Goldmedaille für Alle

 

Wie in den letzten Jahren sind auch diesmal zahlreiche Pflegefamilien der Einladung zu unserem Sommerfest in die Grillhütte Obersdorf-Rödgen am Samstag den 08. September gefolgt. Bei herrlichem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen stand unser diesjähriges Familienfest unter dem Motto "Olympiade". 


Bevor es mit den sportlichen Aktivitäten los ging, konnten sich alle zunächst an einem köstlichen Kuchenbuffet stärken. Und dann war es soweit – die Olympiade begann. Mit Spannung und Konzentration ging es an die einzelnen Disziplinen – von Sackhüpfen, Dosen- und Dartpfeilwerfen bis hin zu Bobbycar-Rennen, Dreibeinlaufen und Tauziehen. Mit Engagement und ausgelassener Freude, zum Teil mit elterlicher Unterstützung, absolvierten die Kinder die sportlichen Herausforderungen mit Bravour.


So konnte es am Ende nur einen Sieger geben: ALLE.

Bei der anschließenden Siegerehrung gab es entsprechend nur eine Medaillenfarbe – für jedes Kind eine Goldmedaille. Die Goldmedaille wurde eigens für unsere Olympiade von den Tischlerkids aus Holz angefertigt. Nach dem Sport stand die Kreativität im Vordergrund. Hier konnten die Kinder Figuren aus Eierkartons basteln und Rucksäcke aus Stoff mit den unterschiedlichsten Motiven bemalen.


Zusätzlich hatte eine Pflegemutter Klangschalen mitgebracht. Mit viel Gespür wurden die Klangschalen von den Kindern in Schwingungen versetzt und die unterschiedlichsten Töne und Vibrationen mit großer Aufmerksamkeit bestaunt. In einer tollen Atmosphäre mit gegrillten Bratwürstchen und vielen köstlichen Salaten ließen wir einen wunderbaren Spätsommertag und ein wunderschönes Sommerfest ausklingen. Wir möchten allen Pflegefamilien ganz herzlich für ihr Kommen und für die mitgebrachten kulinarischen Genüsse danken.


Anmerkung: Weitere Fotos und Impressionen von unserem Sommerfest finden Sie hier.

August 2018

Bericht von unserer Praktikantin Jessica Werthmann

 

Hallo Zusammen,

 

ich möchte mich gerne zunächst kurz vorstellen. Mein Name ist Jessica Werthmann, ich bin 25 Jahre alt und beende im kommenden Wintersemester mein Studium der Sozialen Arbeit an der Universität Siegen. 

 

In der Zeit vom 4. Juni bis zum 9. August 2018 habe ich mein zweites Pflichtpraktikum beim Familiennetzwerk Siegen absolviert. An dieser Stelle möchte ich gerne von meinen Erfahrungen in dieser Zeit berichten.

 

Ich habe die Zeit beim Familiennetzwerk Siegen als sehr positiv, bereichernd und lehrreich empfunden. Mir wurde die Möglichkeit gegeben, in alle Arbeitsbereiche des Pflegekinderdienstes Einblicke zu erhalten. So konnte ich an Besuchskontakten, Hausbesuchen, Hilfeplangesprächen, Fortbildungen etc. teilnehmen. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass ich mich in die Gespräche immer miteinbringen durfte und so auch die Möglichkeit hatte im Studium erworbenes Wissen praktisch anzuwenden.

Zudem hat Frau Römer mich nach jedem Termin zu meiner Einschätzung der Situation oder der geschilderten Inhalte befragt, sodass ich meine Sichtweisen und Handlungsideen konstant fachlich reflektieren und meine Fähigkeiten zur pädagogischen Einschätzung überprüfen und hinterfragen konnte.

 

Außerdem wurde mir ein selbstständiges Arbeiten ermöglicht. So durfte ich etwa Familiensteckbriefe und Genogramme erstellen oder mit Besuchskontakten und Gesprächen alleine beginnen. Weiter war Frau Römer für mich konstant als Ansprechpartnerin zur Stelle und so konnte ich sie zu allen Inhalten der Arbeit im Pflegekinderdienst befragen.

 

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal herzlich bei Frau Römer für die schöne Zeit, die tolle Praxisanleitung und das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ein besonderer Dank gilt auch allen Pflegefamilien, leiblichen Eltern und Kindern die mich bei Besuchen oder Gesprächen freundlich empfangen haben und mich an diesen teilnehmen ließen. Ohne ihre Zustimmung hätte ich diese Erfahrungen nicht sammeln können. Mir wird die Arbeit im Familiennetzwerk Siegen sehr fehlen.

 

Viele Grüße Jessica Werthmann


Juli 2018

Sonnige Sommerferien

Wir wünschen unseren Pflegefamilien und allen, die uns auf unserem Weg begleiten und unterstützen wunderschöne, sonnige und erholsame Sommerferien.

Ihr Familiennetzwerk Siegen

Juli 2018

Freizeitveranstaltung für Pflegekinder und Jugendliche

ab 8 Jahren

 

Strike - Alle zehn auf einmal

 

Am 05. Juli fand gemeinsam mit der Diakonie Südwestfalen unser Bowlingevent in der Bowlingarena Siegen statt. Viele Pflegekinder und Jugendliche waren unserem Angebot gefolgt. Nachdem die Teams gebildet waren, ging es los.


Mit viel Spaß, Engagement und Begeisterung wurden die Bowlingkugeln geworfen und mit jeder Runde nahm die Wurfgenauigkeit zu. Und so ließ der erste "Strike" nicht lange auf sich warten. Und es sollte an diesem Nachmittag nicht der letzte Wurf sein, mit dem alle 10 Pins auf einmal abgeräumt wurden. Nach gut zwei Stunden ging ein wunderbarer und fröhlicher Nachmittag zu Ende, an dem schlussendlich alle als Gewinner nach Hause gingen.


Mai 2018

Kreativworkshop für Pflegekinder und Jugendliche

zwischen 8 und 15 Jahren

 

Malerisch!

 

Am 24. April und 15. Mai fanden gemeinsam mit der Diakonie Südwestfalen unsere beiden Kreativworkshops "Entdecke den Künstler in Dir" für Pflegekinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren an der Kunstschule Netphen statt. Unter der fachlichen und humorvollen Anleitung von Frau Heidrun Fincks erlernten die Kinder und Jugendlichen den Umgang mit diversen Maltechniken.


Der erste Workshop stand unter dem Motto "Arbeiten mit Acrylfarben". Die Aufgabe war, mit Spachtel, Schaber und verschiedenen Farben Muster auf ein Blatt Bastelkarton zu ziehen. Als die Farbe getrocknet war, konnten die Kinder und Jugendlichen verschieden große Kreise um ihre Muster ziehen und den Rest des Bildes schwarz ausmalen. Mit viel Begeisterung und Elan entstanden so wunderschöne Planetenbilder. Der zweite Workshop hatte "Figuren erfinden oder Mangas malen" zum Thema. Die Kinder und Jugendlichen haben unter Anleitung und Vorgaben gelernt, Gesichter mit Bleistift zu zeichnen. Es wurde darauf geachtet, dass die Proportionen stimmig waren und beim Ausmalen mit Farbstiften die Schattierungen für die Gesichter richtig gesetzt wurden. So wurden in kürzester Zeit tolle Gesichtsmotive gestaltet.

 

Alle Kinder und Jugendlichen konnten nach Abschluss ihr persönliches Kunstwerk mit nach Hause nehmen, wo dieses mit Sicherheit von nun an das eine oder andere Zimmer schmücken wird.

April 2018

Vortrag von Frau Stefanie Kuhlmann
"Traumasensible Biographiearbeit mit Pflegekindern"

 

Informativ, anschaulich, aufschlussreich!

 

Am Samstag den 24. März 2018 hat das Familiennetzwerk Siegen in Kooperation mit der Diakonie in Südwestfalen Frau Stefanie Kuhlmann nach Siegen eingeladen. Frau Kuhlmann ist Diplom Sozialpädagogin und approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie. 


Zahlreiche Pflegeeltern und Fachkräfte folgten der Einladung. Im Rahmen ihres Vortrages "Traumasensible Biographiearbeit" wurde zu Beginn der Begriff "Trauma" definiert sowie die Auswirkungen eines Traumas besprochen. Der Begriff des Traumas kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet "Verletzung, Wunde". Darüber hinaus erhielten die Anwesenden einen theoretischen Input der Psychotraumatologie, der Traumapädagogik und der traumasensiblen Biographiearbeit. Der Aufbau eines sicheren Ortes ist für die Kinder mit Traumatisierungen besonders wichtig, denn "nur ein weitestgehend sicherer Ort, ein inneres sicheres Gefühl, erlaubt es, die hochwirksamen Überlebens- und Bewältigungsstrategien aufzugeben und neue, alternative Verhaltensweisen zu erlernen".

Abgeschlossen wurde der Vortrag von Frau Kuhlmann mit praktischen Beispielen und Übungen zur Biographiearbeit. Während des Vortrags tauschten sich die Pflegeeltern intensiv aus und viele spannende Diskussionen wurden geführt. Das Feedback war von Seiten der Pflegeeltern und der Fachkräfte äußerst positiv. Sätze wie "Ich habe viel dazu gelernt!" oder "Der Vortrag war super interessant, ich habe alles aufgesaugt!" untermauerten dies. Nach vier Stunden endete ein fantastischer und informativer Vortrag.


März 2018

Strategische Kooperation zwischen dem Familiennetzwerk Siegen|Pflegekinderdienst und der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Ev. Kirchenkreises Siegen (EFL) 

Elternberatung für Herkunftseltern

Bei Kindern, die in einer Pflegefamilie leben, ermöglichen Beratungsangebote den leiblichen Eltern (Herkunftseltern), sich selbst und ihren Kindern zu erlauben, dass sie in einer anderen Familie beheimatet sind. Sie gewinnen Klarheit darüber, welche Rolle sie im komplizierten System Herkunftsfamilie – Pflegefamilie – Kind weiter innehaben. Herkunftselternarbeit bzw. Elternberatung sollte daher ein fester Bestandteil der Hilfe zu Erziehung in einer anderen Familie sein.

 

Das Familiennetzwerk Siegen|Pflegekinderdienst und die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Ev. Kirchenkreises Siegen (EFL) sind daher übereingekommen, eine strategische Kooperation im Rahmen der Elternberatung zu bilden und ihre jeweiligen fachspezifischen Kernkompetenzen und Erfahrungen beim Beratungsangebot für leibliche Eltern einzubringen. Die Beratung selbst wird durch die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle EFL durchgeführt.

Die Beratung orientiert sich dabei an der individuellen Situation der leiblichen Eltern und begleitet und unterstützt die Eltern bei ihren Fragen und Anliegen und insbesondere bei der Neudefinition ihrer Rolle und ihrer Aufgaben. Im Mittelpunkt der Beratung steht somit die Gestaltung und der Umgang mit der Situation und dem Ziel, sie zu stabilisieren. 

 

Die Elternberatung unterstützt u.a. die Eltern dabei, einerseits Verantwortung für ihr Leben ohne anwesendes Kind zu übernehmen und andererseits Regeln
für die Gestaltung der Besuchskontakte zu entwickeln, die die Eltern in angemessener und stimmiger Weise einbindet. 
Die Elternberatung arbeitet nach dem Grundsatz, dass es leiblichen Eltern, die sich gehört und begleitet fühlen, leichter fällt, an der Entwicklung von Lösungen und der Klärung von Konflikten mitzuwirken und infolgedessen ihr Kind in der Pflegefamilie zu unterstützen.


Februar 2018

Abschlussbericht von Sandra Bernhardt zu ihrer Forschungsarbeit im Rahmen ihres Studiums Soziale Arbeit

 

Unter der Forschungsfrage "Wie nehmen die leiblichen Kinder der Pflegeeltern die Beziehung zu den Pflegekindern wahr?" wurden 6 geführte Interviews mit den leiblichen Kindern der Pflegeeltern analysiert und ausgewertet. Als Forschungsmethode wurden Leitfadeninterviews ausgewählt und die Ergebnisse wurden mithilfe der qualitativen Inhalts-analyse nach Mayring ausgewertet. Bevor ich auf die Ergebnisse eingehen werde, werden kurz wesentliche theoretische Aspekte benannt.

 

Geschwisterbeziehungen von Kindern und Jugendlichen, die in Kontexten von Fremdunterbringungen auf-wachsen, unterscheiden sich nicht grundsätzlich von anderen Geschwisterbeziehungen. Sie sind von den-selben Ambivalenzen, Dynamiken und Wechselwirkungen geprägt wie alle Geschwisterbeziehungen. Jedoch ist davon auszugehen, dass die Lebensumstände vor und während der Fremdunterbringung mehr Belastungen und Entwicklungsrisiken in sich bergen, als die in anderen Kontexten der Fall ist (vgl. Leitner, Loch, Sting & Schrabeck, 2011, S. 15). Demnach können also auch Nichtbiologisch Verwandte "Geschwister" werden, wenn sie zusammen aufwachsen und "wie Geschwister" ihre Lebenserfahrungen teilen (vgl. Sohni, 2011, S. 36). 

Eines der vier wichtigsten Elemente von Geschwister-beziehungen zwischen leiblichen Kindern und Pflege-kindern ist die Förderung von Bindungsverhalten untereinander. Diese Förderung kann beispielsweise durch gemeinsame Aktivitäten erfolgen. Die gezielte Unterstützung von Zweierbeziehungen kann die Interaktionen zwischen leiblichen Kindern und Pflegekindern verbessern (vgl. Bank & Kahn, 1994,

S. 103). Durch den Neuzuwachs des Pflegekindes wird

in der Familie eine Neuordnung des Familiensystems erforderlich sein, bei der es zur Konstitution einer "sozialen Geschwisterschaft" zwischen Pflege-geschwistern kommt (vgl. Leitner et al., 2011, S. 17).

Ergebnisse der Forschungsarbeit: Das innere Erleben und die emotionale Wahrnehmung der leiblichen Kinder hinsichtlich der Aufnahme des Pflegekindes ist mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Gefühlen verbunden. Vorherige Einzelkinder fühlen sich durch die Aufnahme des Pflegekindes besser und vollständig, da ihr Wunsch nach einem Geschwisterkind erfüllt wurde. Dennoch mussten sich die leiblichen Kinder erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Diese Umgewöhnung wurde als schwierige Situation wahrgenommen, da man nun beispielsweise Rücksicht nehmen musste und nicht mehr laut rufen konnte, wenn man nicht schlafen konnte. Zudem sind einige Situationen für die leiblichen Kinder sehr belastend, weil sie die Verhaltensweisen des Pflegekindes nicht kennen und demnach nicht wissen, wie auf solche Verhaltensweisen auf die beste Art und Weise reagiert werden sollte. Das löst bei ihnen eine große Unsicherheit aus.

 

Durch die Aufnahme eines Pflegekindes änderte sich das Zusammenleben innerhalb der Familien. Zu den negativen Veränderungen zählt beispielsweise, dass die meiste Aufmerksamkeit bei dem Pflegekind liegt. Als positive Veränderung wurde zum Beispiel berichtet, dass durch die Aufnahme des Pflegekindes das Leben der Familien nun lebendiger ist. Bestimmte Verhaltensweisen der Pflegekinder als auch die besonderen Bedarfslagen der Pflegekinder, welche sehr viel Aufmerksamkeit der Eltern beanspruchen, sehen die leiblichen Kinder als eine Belastung und Schwierigkeit an, denn die unbekannte Verhaltensweisen der Pflegekinder lösten verschiedene Gefühle bei den leiblichen Kindern aus, wie etwa Hilflosigkeit und Überforderung. Hinsichtlich der Wahrnehmung und Einschätzung der Beziehung zwischen leiblichen Kindern und Pflegekindern erzählten die leiblichen Kinder, die vor der Aufnahme des Pflegekindes bereits Geschwister hatten, dass sie zwischen den leiblichen Geschwistern und dem Pflegekind keinen Unterschied machen. Die befragten leiblichen Kinder ohne weitere Geschwisterkinder sehen ihre Pflegegeschwister als ihre normalen Geschwister an.


Februar 2018

Familie auf Zeit = 
Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB)

  • ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche,
    die sich aus unterschiedlichsten Gründen in
    einer Not- und Krisensituation befinden und
    deren Eltern nicht für sie sorgen können,
  • bietet dem Kind für einen begrenzten Zeitraum einen geschützten Lebensraum,
  • richtet sich an Paare, Einzelpersonen oder Lebensgemeinschaften mit oder ohne Kinder
    sowie an "lebenserfahrene" Menschen, deren eigene Kinder langsam aus dem Haus gehen
    bzw. das Haus bereits verlassen haben.

Eine wichtige Voraussetzung für die Aufnahme
von "Kindern auf Zeit" ist, dass die Hauptbe-treuungsperson nicht berufstätig ist bzw. von zu

Hause aus arbeitet. Darüber hinaus erfordert
die besondere Situation der Kinder Einfühlungs-vermögen, Geduld, Flexibilität, Offenheit, Toleranz

und Einsatzbereitschaft.

Bei dieser anspruchsvollen Aufgabe mit all seinen Herausforderungen stehen wir mit unserer Leistung, Kompetenz und Erfahrung der Familiären Bereitschaftsbetreuung zur Seite. Wir bieten

  • eine ausführliche Informations- und Vorbereitungsphase vor der zeitlich befristeten Aufnahme eines Kindes,
  • eine intensive Begleitung, Betreuung und Beratung vor und während der Bereitschaftsbetreuung,
  • kostenfreie spezifische Schulungen und Seminare.

Außerdem erhalten die Familien auf Zeit eine Betreuungsvergütung vom zuständigen Jugendamt.
Mit diesem Betreuungsgeld wird der notwendige Lebensunterhalt des Kindes in vollem Umfang sichergestellt.

 

Möchten Sie helfen? Möchten Sie einem Kind für eine begrenzte Zeit ein Zuhause geben? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns - Wir freuen uns auf Sie!


Januar 2018

Wir suchen ein Zuhause für Pflegekinder

 

Wir suchen Pflegeeltern für Kinder, die kurzfristig einer Betreuung durch Erkrankung der Eltern bedürfen oder die dauerhaft ein neues Zuhause in einer Familie benötigen, weil sie nicht von ihren Eltern betreut und erzogen werden können.

Wir suchen Familien, Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende, die das Interesse, die Freude und die Bereitschaft mitbringen, ein Pflegekind bei sich aufzunehmen und das Kind auf seinem weiteren Lebensweg begleiten und ihm Zuwendung, Sicherheit, Geborgenheit und ein familiäres Zuhause geben.

 

Wir als Familiennetzwerk Siegen|Pflegekinderdienst verfügen über eine langjährige Erfahrung im Pflegekinderwesen. Wir bieten Ihnen eine qualifizierte, ausführliche Informations- und Vorbereitungsphase vor der Aufnahme eines Kindes sowie eine intensive Begleitung, Fachberatung und Betreuung während und nach der Aufnahme des Pflegekindes. 

Dies beinhaltet eine kontinuierliche Unterstützung während der gesamten Dauer des Pflegeverhältnisses. Darüber hinaus bieten wir regelmäßige Elterngruppen und Themenabende für Pflegeeltern und zukünftige Pflegeeltern an, die der Information sowie dem Kontakt und dem Austausch der Pflegefamilien dienen.

 

Weitere Informationen für interessierte Pflegeelternbewerber sowie über unsere Leistungen und über uns selbst erhalten Sie hier auf unseren Internetseiten.

Haben wir Sie neugierig gemacht und Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme und Ihren Besuch bei unserem nächsten InformationsabendWenn Sie bis zum nächsten Informationsabend nicht warten wollen - kein Problem. Dann rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail und wir vereinbaren mit Ihnen ein persönliches Kennenlern- und Informationsgespräch.


Unsere Neuigkeiten aus dem Jahr 2017 finden Sie hier.