Unsere Neuigkeiten

Mai 2018

Kreativworkshop für Pflegekinder und Jugendliche

zwischen 8 und 15 Jahren

 

Malerisch!

 

Am 24. April und 15. Mai fanden gemeinsam mit der Diakonie Südwestfalen unsere beiden Kreativworkshops "Entdecke den Künstler in Dir" für Pflegekinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren an der Kunstschule Netphen statt. Unter der fachlichen und humorvollen Anleitung von Frau Heidrun Fincks erlernten die Kinder und Jugendlichen den Umgang mit diversen Maltechniken.


Der erste Workshop stand unter dem Motto "Arbeiten mit Acrylfarben". Die Aufgabe war, mit Spachtel, Schaber und verschiedenen Farben Muster auf ein Blatt Bastelkarton zu ziehen. Als die Farbe getrocknet war, konnten die Kinder und Jugendlichen verschieden große Kreise um ihre Muster ziehen und den Rest des Bildes schwarz ausmalen. Mit viel Begeisterung und Elan entstanden so wunderschöne Planetenbilder. Der zweite Workshop hatte "Figuren erfinden oder Mangas malen" zum Thema. Die Kinder und Jugendlichen haben unter Anleitung und Vorgaben gelernt, Gesichter mit Bleistift zu zeichnen. Es wurde darauf geachtet, dass die Proportionen stimmig waren und beim Ausmalen mit Farbstiften die Schattierungen für die Gesichter richtig gesetzt wurden. So wurden in kürzester Zeit tolle Gesichtsmotive gestaltet.

 

Alle Kinder und Jugendlichen konnten nach Abschluss ihr persönliches Kunstwerk mit nach Hause nehmen, wo dieses mit Sicherheit von nun an das eine oder andere Zimmer schmücken wird.

April 2018

Vortrag von Frau Stefanie Kuhlmann
"Traumasensible Biographiearbeit mit Pflegekindern"

 

Informativ, anschaulich, aufschlussreich!

 

Am Samstag den 24. März 2018 hat das Familiennetzwerk Siegen in Kooperation mit der Diakonie in Südwestfalen Frau Stefanie Kuhlmann nach Siegen eingeladen. Frau Kuhlmann ist Diplom Sozialpädagogin und approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie. 


Zahlreiche Pflegeeltern und Fachkräfte folgten der Einladung. Im Rahmen ihres Vortrages "Traumasensible Biographiearbeit" wurde zu Beginn der Begriff "Trauma" definiert sowie die Auswirkungen eines Traumas besprochen. Der Begriff des Traumas kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet "Verletzung, Wunde". Darüber hinaus erhielten die Anwesenden einen theoretischen Input der Psychotraumatologie, der Traumapädagogik und der traumasensiblen Biographiearbeit. Der Aufbau eines sicheren Ortes ist für die Kinder mit Traumatisierungen besonders wichtig, denn "nur ein weitestgehend sicherer Ort, ein inneres sicheres Gefühl, erlaubt es, die hochwirksamen Überlebens- und Bewältigungsstrategien aufzugeben und neue, alternative Verhaltensweisen zu erlernen".

Abgeschlossen wurde der Vortrag von Frau Kuhlmann mit praktischen Beispielen und Übungen zur Biographiearbeit. Während des Vortrags tauschten sich die Pflegeeltern intensiv aus und viele spannende Diskussionen wurden geführt. Das Feedback war von Seiten der Pflegeeltern und der Fachkräfte äußerst positiv. Sätze wie "Ich habe viel dazu gelernt!" oder "Der Vortrag war super interessant, ich habe alles aufgesaugt!" untermauerten dies. Nach vier Stunden endete ein fantastischer und informativer Vortrag.


März 2018

Strategische Kooperation zwischen dem Familiennetzwerk Siegen|Pflegekinderdienst und der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Ev. Kirchenkreises Siegen (EFL) 

Elternberatung für Herkunftseltern

Bei Kindern, die in einer Pflegefamilie leben, ermöglichen Beratungsangebote den leiblichen Eltern (Herkunftseltern), sich selbst und ihren Kindern zu erlauben, dass sie in einer anderen Familie beheimatet sind. Sie gewinnen Klarheit darüber, welche Rolle sie im komplizierten System Herkunftsfamilie – Pflegefamilie – Kind weiter innehaben. Herkunftselternarbeit bzw. Elternberatung sollte daher ein fester Bestandteil der Hilfe zu Erziehung in einer anderen Familie sein.

 

Das Familiennetzwerk Siegen|Pflegekinderdienst und die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Ev. Kirchenkreises Siegen (EFL) sind daher übereingekommen, eine strategische Kooperation im Rahmen der Elternberatung zu bilden und ihre jeweiligen fachspezifischen Kernkompetenzen und Erfahrungen beim Beratungsangebot für leibliche Eltern einzubringen. Die Beratung selbst wird durch die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle EFL durchgeführt.

Die Beratung orientiert sich dabei an der individuellen Situation der leiblichen Eltern und begleitet und unterstützt die Eltern bei ihren Fragen und Anliegen und insbesondere bei der Neudefinition ihrer Rolle und ihrer Aufgaben. Im Mittelpunkt der Beratung steht somit die Gestaltung und der Umgang mit der Situation und dem Ziel, sie zu stabilisieren. 

 

Die Elternberatung unterstützt u.a. die Eltern dabei, einerseits Verantwortung für ihr Leben ohne anwesendes Kind zu übernehmen und andererseits Regeln
für die Gestaltung der Besuchskontakte zu entwickeln, die die Eltern in angemessener und stimmiger Weise einbindet. 
Die Elternberatung arbeitet nach dem Grundsatz, dass es leiblichen Eltern, die sich gehört und begleitet fühlen, leichter fällt, an der Entwicklung von Lösungen und der Klärung von Konflikten mitzuwirken und infolgedessen ihr Kind in der Pflegefamilie zu unterstützen.


Februar 2018

Abschlussbericht von Sandra Bernhardt zu ihrer Forschungsarbeit im Rahmen ihres Studiums Soziale Arbeit

 

Unter der Forschungsfrage "Wie nehmen die leiblichen Kinder der Pflegeeltern die Beziehung zu den Pflegekindern wahr?" wurden 6 geführte Interviews mit den leiblichen Kindern der Pflegeeltern analysiert und ausgewertet. Als Forschungsmethode wurden Leitfadeninterviews ausgewählt und die Ergebnisse wurden mithilfe der qualitativen Inhalts-analyse nach Mayring ausgewertet. Bevor ich auf die Ergebnisse eingehen werde, werden kurz wesentliche theoretische Aspekte benannt.

 

Geschwisterbeziehungen von Kindern und Jugendlichen, die in Kontexten von Fremdunterbringungen auf-wachsen, unterscheiden sich nicht grundsätzlich von anderen Geschwisterbeziehungen. Sie sind von den-selben Ambivalenzen, Dynamiken und Wechselwirkungen geprägt wie alle Geschwisterbeziehungen. Jedoch ist davon auszugehen, dass die Lebensumstände vor und während der Fremdunterbringung mehr Belastungen und Entwicklungsrisiken in sich bergen, als die in anderen Kontexten der Fall ist (vgl. Leitner, Loch, Sting & Schrabeck, 2011, S. 15). Demnach können also auch Nichtbiologisch Verwandte "Geschwister" werden, wenn sie zusammen aufwachsen und "wie Geschwister" ihre Lebenserfahrungen teilen (vgl. Sohni, 2011, S. 36). 

Eines der vier wichtigsten Elemente von Geschwister-beziehungen zwischen leiblichen Kindern und Pflege-kindern ist die Förderung von Bindungsverhalten untereinander. Diese Förderung kann beispielsweise durch gemeinsame Aktivitäten erfolgen. Die gezielte Unterstützung von Zweierbeziehungen kann die Interaktionen zwischen leiblichen Kindern und Pflegekindern verbessern (vgl. Bank & Kahn, 1994,

S. 103). Durch den Neuzuwachs des Pflegekindes wird

in der Familie eine Neuordnung des Familiensystems erforderlich sein, bei der es zur Konstitution einer "sozialen Geschwisterschaft" zwischen Pflege-geschwistern kommt (vgl. Leitner et al., 2011, S. 17).

Ergebnisse der Forschungsarbeit: Das innere Erleben und die emotionale Wahrnehmung der leiblichen Kinder hinsichtlich der Aufnahme des Pflegekindes ist mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Gefühlen verbunden. Vorherige Einzelkinder fühlen sich durch die Aufnahme des Pflegekindes besser und vollständig, da ihr Wunsch nach einem Geschwisterkind erfüllt wurde. Dennoch mussten sich die leiblichen Kinder erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Diese Umgewöhnung wurde als schwierige Situation wahrgenommen, da man nun beispielsweise Rücksicht nehmen musste und nicht mehr laut rufen konnte, wenn man nicht schlafen konnte. Zudem sind einige Situationen für die leiblichen Kinder sehr belastend, weil sie die Verhaltensweisen des Pflegekindes nicht kennen und demnach nicht wissen, wie auf solche Verhaltensweisen auf die beste Art und Weise reagiert werden sollte. Das löst bei ihnen eine große Unsicherheit aus.

 

Durch die Aufnahme eines Pflegekindes änderte sich das Zusammenleben innerhalb der Familien. Zu den negativen Veränderungen zählt beispielsweise, dass die meiste Aufmerksamkeit bei dem Pflegekind liegt. Als positive Veränderung wurde zum Beispiel berichtet, dass durch die Aufnahme des Pflegekindes das Leben der Familien nun lebendiger ist. Bestimmte Verhaltensweisen der Pflegekinder als auch die besonderen Bedarfslagen der Pflegekinder, welche sehr viel Aufmerksamkeit der Eltern beanspruchen, sehen die leiblichen Kinder als eine Belastung und Schwierigkeit an, denn die unbekannte Verhaltensweisen der Pflegekinder lösten verschiedene Gefühle bei den leiblichen Kindern aus, wie etwa Hilflosigkeit und Überforderung. Hinsichtlich der Wahrnehmung und Einschätzung der Beziehung zwischen leiblichen Kindern und Pflegekindern erzählten die leiblichen Kinder, die vor der Aufnahme des Pflegekindes bereits Geschwister hatten, dass sie zwischen den leiblichen Geschwistern und dem Pflegekind keinen Unterschied machen. Die befragten leiblichen Kinder ohne weitere Geschwisterkinder sehen ihre Pflegegeschwister als ihre normalen Geschwister an.


Februar 2018

Familie auf Zeit = 
Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB)

  • ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche,
    die sich aus unterschiedlichsten Gründen in
    einer Not- und Krisensituation befinden und
    deren Eltern nicht für sie sorgen können,
  • bietet dem Kind für einen begrenzten Zeitraum einen geschützten Lebensraum,
  • richtet sich an Paare, Einzelpersonen oder Lebensgemeinschaften mit oder ohne Kinder
    sowie an "lebenserfahrene" Menschen, deren eigene Kinder langsam aus dem Haus gehen
    bzw. das Haus bereits verlassen haben.

Eine wichtige Voraussetzung für die Aufnahme
von "Kindern auf Zeit" ist, dass die Hauptbe-treuungsperson nicht berufstätig ist bzw. von zu

Hause aus arbeitet. Darüber hinaus erfordert
die besondere Situation der Kinder Einfühlungs-vermögen, Geduld, Flexibilität, Offenheit, Toleranz

und Einsatzbereitschaft.

Bei dieser anspruchsvollen Aufgabe mit all seinen Herausforderungen stehen wir mit unserer Leistung, Kompetenz und Erfahrung der Familiären Bereitschaftsbetreuung zur Seite. Wir bieten

  • eine ausführliche Informations- und Vorbereitungsphase vor der zeitlich befristeten Aufnahme eines Kindes,
  • eine intensive Begleitung, Betreuung und Beratung vor und während der Bereitschaftsbetreuung,
  • kostenfreie spezifische Schulungen und Seminare.

Außerdem erhalten die Familien auf Zeit eine Betreuungsvergütung vom zuständigen Jugendamt.
Mit diesem Betreuungsgeld wird der notwendige Lebensunterhalt des Kindes in vollem Umfang sichergestellt.

 

Möchten Sie helfen? Möchten Sie einem Kind für eine begrenzte Zeit ein Zuhause geben? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns - Wir freuen uns auf Sie!


Januar 2018

Wir suchen ein Zuhause für Pflegekinder

 

Wir suchen Pflegeeltern für Kinder, die kurzfristig einer Betreuung durch Erkrankung der Eltern bedürfen oder die dauerhaft ein neues Zuhause in einer Familie benötigen, weil sie nicht von ihren Eltern betreut und erzogen werden können.

Wir suchen Familien, Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende, die das Interesse, die Freude und die Bereitschaft mitbringen, ein Pflegekind bei sich aufzunehmen und das Kind auf seinem weiteren Lebensweg begleiten und ihm Zuwendung, Sicherheit, Geborgenheit und ein familiäres Zuhause geben.

 

Wir als Familiennetzwerk Siegen|Pflegekinderdienst verfügen über eine langjährige Erfahrung im Pflegekinderwesen. Wir bieten Ihnen eine qualifizierte, ausführliche Informations- und Vorbereitungsphase vor der Aufnahme eines Kindes sowie eine intensive Begleitung, Fachberatung und Betreuung während und nach der Aufnahme des Pflegekindes. 

Dies beinhaltet eine kontinuierliche Unterstützung während der gesamten Dauer des Pflegeverhältnisses. Darüber hinaus bieten wir regelmäßige Elterngruppen und Themenabende für Pflegeeltern und zukünftige Pflegeeltern an, die der Information sowie dem Kontakt und dem Austausch der Pflegefamilien dienen.

 

Weitere Informationen für interessierte Pflegeelternbewerber sowie über unsere Leistungen und über uns selbst erhalten Sie hier auf unseren Internetseiten.

Haben wir Sie neugierig gemacht und Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme und Ihren Besuch bei unserem nächsten InformationsabendWenn Sie bis zum nächsten Informationsabend nicht warten wollen - kein Problem. Dann rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail und wir vereinbaren mit Ihnen ein persönliches Kennenlern- und Informationsgespräch.


Dezember 2017

Fröhliche Weihnachten

"Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben." (Wilhelm von Humboldt)

Wir wünschen unseren Pflegefamilien und allen, die uns auf unserem Weg begleiten und unterstützen frohe und gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

Ihr Familiennetzwerk Siegen

November 2017

Freizeitangebot für Pflegekinder und Jugendliche

ab 12 Jahren

 

Ganz hoch hinauf

 

Am Donnerstag den 19. Oktober fand gemeinsam mit der Diakonie in Südwestfalen unser Ausflug in die Kletterhalle stattAlle Pflegekinder und Jugendliche ab 12 Jahren waren zu unserer Freizeitveranstaltung eingeladen. 

 

Die Pflegekinder und Jugendliche konnten ausgiebig unter Aufsicht von zwei Trainern in der Kletterhalle "DAV Kletterzentrum Siegen" klettern.

 

Viele verschiedene Höhen und Kletterwände wurden ausprobiert. Mit viel Engagement, Mut und Freude wurde so manche Höhe gemeistert. Es war ein toller und sportlicher Ausflug.


November 2017

Vortrag von Diplom-Psychologe Andreas Träger
"Mobbing - Eine schulische Herausforderung
"

 

Am Dienstag den 17. Oktober war Diplom-Psychologe Andreas Trägner von der regionalen Schulberatung des Kreises Siegen-Wittgenstein bei uns im Hause und referierte über das Thema "Mobbing in der Schule".

 

Mit seiner lebhaften, engagierten, präzisen und zum Teil humorvollen Präsentation begeisterte Herr Trägner die anwesenden Pflegeeltern und Fachkräfte.


Während der Präsentation wurde diskutiert, eigene Erfahrungen ausgetauscht und hilfreiche Tipps vermittelt. Zusammenfassend kann folgendes festgehalten werden:

 

1. Einzelne Streitereien unter Schülern sind kein Mobbing. Mobbing ist vielmehr ein Gruppenprozess mit vielen Einflussgrößen und vielen Beteiligten wie zum Beispiel Akteure, Betroffene und Duldende.


2. In eskalierten Schul-Situationen brauchen Betroffene zur Beendigung des Mobbings Unterstützung. Dabei ist wichtig, dass Mobbing in der Schule auch in der Schule gelöst werden muss. Ein Klassen- bzw. Schulwechsel kann, muss aber nicht hilfreich sein, da Mobbing sich auch in der neuen Gruppe bzw. in dem neuen Umfeld fortsetzen kann.

 

3. Gute Schulen haben gut aufgestellte Beratungsteams bzw. Ideen zur frühzeitigen Intervention (offene Schulkultur, Beratungskonzept, Soziales Lernen).


Oktober 2017

Unser diesjähriges Herbstfest

 

Ein goldenes Herbstfest ...

 

... in jeglicher Hinsicht. Bei strahlend blauem Himmel und Temperaturen über 20 Grad haben wir am Samstag den 14. Oktober in der Grillhütte Obersdorf-Rödgen unser diesjähriges Herbstfest mit unseren Pflegefamilien gefeiert.


Leckere Köstlichkeiten - die wie in jedem Jahr von den Pflegefamilien mitgebracht wurden - und ein abwechslungsreiches Programm ließen nicht nur den Himmel, sondern auch die Augen der Pflegeeltern und

-kinder erstrahlen. Gestartet wurde mit einem großen Kuchenbuffet und einer Geburtstagstorte. Ein Pflegekind wurde 5 Jahre alt und von allen mit einem Geburtstagsständchen gratuliert. Nach der süßen Stärkung ging es dann weiter mit einem vielfältigen Programm.


Es war alles dabei, was Kinderherzen - und auch das eine und andere Erwachsenenherz - höherschlagen lässt. Von Dartspielen über Dosenwerfen, Bastelarbeiten, Kinderschminken bis hin zum Schwungtuch. Wie schon im letzten Jahr waren auch diesmal wieder die Tischlerkids mit dabei. Es gab eine große Auswahl an Holzarbeiten mit Herbstmotiven. Unter Anleitung von den Tischlerkids wurde geschmirgelt, geschliffen, angemalt und getrocknet.


Und nach erfolgreicher Arbeit waren sie dann fertig: die Igel, die Kürbisköpfe und die Pilze aus Holz, die wahrscheinlich schon heute einige Kinderzimmer herbstlich schmücken werden.

 

Als sich dann langsam die Sonne neigte, ging es über zum Grillen. Mit gegrillten Bratwürstchen und vielen köstlichen Salaten ließen wir einen goldenen Oktobertag und ein wunderschönes Herbstfest ausklingen. Wir alle freuen uns schon sehr auf das nächste Familienfest.


Anmerkung: Weitere Bilder und Impressionen von unserem Herbstfest finden Sie hier.

September 2017

Vortrag von Frau Dr. Cappenberg
"Traumatisierte Pflegekinder - Wie Integration in die Pflegefamilie gelingen kann"

 

Begeisterung pur!

 

Am Donnerstag den 28. September 2017 hat das Familiennetzwerk Siegen in Kooperation mit der Diakonie in Südwestfalen und der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Ev. Kirchenkreises Siegen Frau Dr. Cappenberg nach Siegen eingeladen.


Frau Dr. Cappenberg ist Diplom-Psychologin und hat auf dem Gebiet Entwicklung von Eltern-Kind-Beziehung und Bindungstheorie promoviert. Seit 1997 ist sie freiberuflich als Psychologin in eigener Praxis tätig. Aktuelle Themenschwerpunkte: u.a. Fachberatung für Pflege- und Adoptiveltern | Fachberatung/ Supervision für Fachkräfte der Jugendhilfe | Dozententätigkeiten für die Fachhochschule Münster | Forschungstätigkeit und Veröffentlichungen zu Themen wie Bindung und Pflegekinder, Kindeswohlgefährdung und -verletzung.


An dem Vortrag "Traumatisierte Pflegekinder - Wie Integration in die Pflegefamilie gelingen kann" haben zahlreiche Pflegeeltern sowie Fachkräfte der Stadt Siegen und des Kreises Siegen-Wittgenstein teilgenommen. Es wurden viele Fragen gestellt und Informationen ausgetauscht. Die Pflegeeltern und Fachkräfte haben von Frau Dr. Cappenberg hilfreiche Informationen und Anregungen erhalten, wie die Integration von traumatisierten Pflegekindern in die Pflegefamilie erleichtert werden kann.


Besonders wichtig ist es dabei, aus der Perspektive des Kindes zu denken als auch Akzeptanz und Verständnis für die erlebten Traumatisierungen und Abwehrmechanismen der Kinder zu zeigen. Alle Verhaltensweisen eines Kindes haben seinen Grund und Ursprung.

 

Nach mehr als drei Stunden endete ein bemerkenswerter

Vortrag. Die Pflegeeltern und Fachkräfte waren begeistert und verabschiedeten sich mit einem außergewöhnlich positivem Feedback.


Anmerkung: Wer nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte aber Interesse an dem Vortrag hat, kann sich gerne an uns wenden. Wir schicken Ihnen dann per E-Mail die Vortragsunterlagen zu.

September 2017

Zwischenbericht von Sandra Bernhardt zu ihrer aktuellen Forschungsarbeit im Rahmen ihres Studiums Soziale Arbeit

 

Im Rahmen meines Praktikums habe ich mit 6 leiblichen Kindern der Pflegeeltern Interviews geführt, welche anschließend in meinem Forschungsbericht ausgewertet werden. Die Interviews handeln von der Sicht des leiblichen Kindes in Bezug auf das Pflegeverhältnis.

Alle Interviewpartner waren sich dabei einig: Sie sind sehr froh, eine/ einen Pflegeschwester/ Pflegebruder zu haben und sehen sie als ihre "richtigen" Geschwister an. Die leiblichen Kinder empfinden nicht, dass sie hinten angestellt werden oder weniger Aufmerksamkeit erfahren. 

 

Sobald mein vollständiger Forschungsbericht vorliegt, werde ich hier auf der Homepage vom Familiennetzwerk Siegen weitere Ergebnisse vorstellen.


September 2017

Wir suchen Pflegeeltern auf Zeit

Kindern ein zeitlich befristetes Zuhause geben

Kinder und Jugendliche, die sich in ihrem häuslichen Umfeld in einer akuten Krisen- bzw. Notsituation befinden, müssen kurzfristig und vorübergehend in einem geschützten Rahmen untergebracht werden.

Wir suchen Familien, Paare oder Alleinerziehende, die diesen Kindern und Jugendlichen für einige Tage bis maximal 6 Monate ein neues Zuhause und somit einen geschützten familiären Rahmen, Stabilität und Geborgenheit bieten.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns sehr, Sie an unserem 

Informationsabend "Pflegeeltern auf Zeit" am Mittwoch, dem 4. Oktober 2017 um 18 Uhr in unseren Räumlichkeiten begrüßen zu.


August 2017

Bericht von unserer Praktikantin Sandra Bernhardt

 

Hallo alle zusammen!

 

Ich wollte mich bei denen, die mich noch nicht kennen, gerne einmal vorstellen und von meinem Praktikum beim Familiennetzwerk Siegen erzählen. Ich heiße Sandra Bernhardt, bin 21 Jahre jung und studiere Soziale Arbeit im 4. Semester an der Universität in Siegen.

 


Seit April diesen Jahres absolviere ich mein 2. Pflichtpraktikum beim Familiennetzwerk Siegen und darf diverse Einblicke und Eindrücke der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit gewinnen. So begleite ich gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen des Familiennetzwerkes Besuchskontakte, besuche Themenabende und Pflegefamilien zu Hause, nehme an Hilfeplangesprächen teil als auch an den Informationsabenden, Vorbereitungsseminaren und dem dazugehörigen Vorbereitungsprozess. Selbständig führe ich zurzeit mit den leiblichen Kindern der Pflegefamilien Interviews für meinen Forschungsbericht durch. Hier erhalte ich viel Unterstützung vom Familiennetzwerk. Zudem verfasse ich für jedes Kind Kurzbiografien und plane verschiedene Veranstaltungen für die Pflegekinder, welche dann im Familiennetzwerk baldmöglichst stattfinden werden.

 

An dieser Stelle möchte ich gerne einmal ein Danke an Frau Römer und an die weiteren Kolleginnen des Hauses aussprechen, die ich ständig begleiten darf und die mir wirklich sehr viel lehren und zeigen und mir viele hilfreiche Tipps mitgeben. Ich möchte mich aber auch bei den Pflegeeltern, Pflegekindern, Kindern und leiblichen Eltern bedanken, dass ich immer mit offenen Armen empfangen werde und alle so offen und kooperativ sind.

 

Es ist ein schönes, angenehmes und sehr lehrreiches Praktikum, welches mir ungeheuer viel Spaß macht. Ich freue mich sehr darüber, dass ich auch noch nach meinem Praktikum ehrenamtlich beim Familiennetzwerk Siegen bleiben kann! :-)

Juli 2017

Wir wünschen allen Pflegefamilien wunderschöne, sonnige und erholsame Sommerferien.

Ihr Familiennetzwerk Siegen

Mai 2017

Vortrag zum Thema "Umgang mit selbstverletzendem Verhalten"

 

Am 30.05.2017 fand der Vortrag von Herrn Dreisbach von der Erziehungsberatungsstelle AufWind Lennestadt zum Thema "Umgang mit selbstverletzendem Verhalten" statt. Die Runde war bunt gemischt von Fachkräften und Pflegeeltern. Während des Vortrages wurde viel diskutiert und verschiedene eigene Erfahrungen ausgetauscht. Im Folgenden werden die wichtigsten Informationen kurz zusammengetragen.


Was wird unter selbstverletzendem Verhalten verstanden? Die häufigste Form der Selbstverletzung ist das Ritzen. Weitere Formen sind sich selbst oder gegen einen Gegenstand, beispielsweise eine Wand, schlagen, heiß duschen, sich beißen, sich verbrennen oder Haare rausreißen. Selbstverletzendes Verhalten ist Ausdruck einer seelischen Notlage. Das selbstverletzende Verhalten zielt jedoch nicht darauf ab, das eigene Leben zu beenden. Die Selbstverletzung wird von den Kindern und Jugendlichen ausgeführt, um zum Beispiel Druck und innere Anspannungen abzubauen, Ängste zu bewältigen, sich zu spüren, sich selbst zu bestrafen oder Konflikte zu ertragen. Die meisten Betroffenen beginnen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren.

 

Man unterscheidet zwischen zwei Ursachen beim selbstverletzenden Verhalten. Zu den inneren Ursachen kann die Gruppenzugehörigkeit, Liebeskummer, das Gefühl von Versagen oder ein negatives Selbstwertgefühl aufgezählt werden. Äußere Ursachen können Konflikte mit den Eltern, Verlusterlebnisse, Traumatisierungen oder Missbrauchserfahrungen sein.

 

Es ist wichtig, dass die Pflegeeltern von betroffenen Kindern und Jugendlichen die Selbstverletzungen nicht ignorieren und dem Kind keine Vorwürfe bezüglich des Verhaltens machen. Sprechen Sie als Pflegeeltern die Selbstverletzungen offen und so früh wie möglich an und üben Sie keinen Druck aus, wenn er/ sie nicht über die Thematik sprechen möchte. Die betroffenen Kinder und Jugendliche wünschen sich meist mehr Zeit, Anerkennung, Vertrauen und Verständnis. Heutzutage bestehen viele professionelle Hilfen hinsichtlich des selbstverletzenden Verhaltens - nehmen Sie ruhig die Hilfen von außen an.

März 2017

Zweiter Kreativ-Workshop für Pflegekinder mit dem
Material "Holz"

 

Ostern steht vor der Tür - das konnten wir alle bei unserem zweiten Holz-Kreativ-Workshop spüren und sehen. Denn passend zum anstehenden Osterfest hat uns Herr Hollenbeck von den Tischler-Kids Osterhasen aus Holz mitgebracht. Mit viel Eifer und Spaß haben die Kinder im Alter zwischen 4 und 6 Jahren die Osterhasen bearbeitet und malerisch gestaltet. Zum Abschluss haben die Pflegekinder mit großem Stolz ihren Osterhasen eingepackt und mit nach Hause genommen. Jetzt kann Ostern kommen.


Februar 2017

Erster Kreativ-Workshop für Pflegekinder mit dem
Material "Holz"

 

Unter fachkundiger Anleitung von Herrn Hollenbeck von den Tischler-Kids fand unser erster Kreativ-Workshop mit dem Material "Holz" für Pflegekinder im Alter von 7 bis 10 Jahren statt. Dabei lernten die Jungen und Mädchen den handwerklichen Umgang mit dem Werkstoff Holz und dessen gestalterisches Potenzial kennen. Mit viel Geschick, Eifer und Freude verwandelten die Jungs und Mädchen ein einfaches Stück Holz in ein Spielzeug.


Im März findet ein weiterer Kreativ-Workshop mit Unterstützung der Tischler-Kids statt. Diesmal dann für Pflegekinder in der Altersgruppe von 4 bis 6 Jahren. Wir freuen uns schon alle sehr auf diesen Termin.

Januar 2017

Wir suchen ein Zuhause für Pflegekinder

 

Wir suchen Pflegeeltern für Kinder, die kurzfristig einer Betreuung durch Erkrankung der Eltern bedürfen oder die dauerhaft ein neues Zuhause in einer Familie benötigen, weil sie nicht von ihren Eltern betreut und erzogen werden können.

Wir suchen Familien, Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende, die das Interesse, die Freude und die Bereitschaft mitbringen, ein Pflegekind bei sich aufzunehmen und das Kind auf seinem weiteren Lebensweg zu begleiten und ihm Zuwendung, Sicherheit, Geborgenheit und ein familiäres Zuhause zu geben.

 

Wir als Familiennetzwerk Siegen|Pflegekinderdienst verfügen über eine langjährige Erfahrung im Pflegekinderwesen. Wir bieten Ihnen eine qualifizierte, ausführliche Informations- und Vorbereitungsphase vor der Aufnahme eines Kindes sowie eine intensive Begleitung, Fachberatung und Betreuung während und nach der Aufnahme des Pflegekindes. 

Dies beinhaltet eine kontinuierliche Unterstützung während der gesamten Dauer des Pflegeverhältnisses. Darüber hinaus bieten wir regelmäßige Elterngruppen und Themenabende für Pflegeeltern und zukünftige Pflegeeltern an, die der Information sowie dem Kontakt und dem Austausch der Pflegefamilien dienen.

 

Weitere Informationen für interessierte Pflegeelternbewerber sowie über unsere Leistungen und über uns selbst erhalten Sie hier auf unseren Internetseiten.

Haben wir Sie neugierig gemacht und Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme und Ihren Besuch bei unserem nächsten InformationsabendWenn Sie bis zum nächsten Informationsabend nicht warten wollen - kein Problem. Dann rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail und wir vereinbaren mit Ihnen ein persönliches Kennenlern- und Informationsgespräch.